Häufig gestellte Fragen

Wie läuft ein Coaching eigentlich ab?

Zuerst vereinbaren wir einen Termin für ein Erstgespräch. Ob das persönlich in meinen Räumen oder am Telefon stattfindet, legen wir gemeinsam fest. Dieses Gespräch ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Sie schildern mir in etwa, worum es Ihnen geht, was Ihr Anliegen ist und was Ihre Ziele sein könnten. Ich erzähle etwas über mich und meine Arbeit. Wenn Sie möchten, können Sie sich eine Coachingvereinbarung mitnehmen, die Sie ganz in Ruhe lesen können. Wenn wir beide überein gekommen sind, dass ein Coaching für Sie sinnvoll ist, legen wir eine ungefähre Anzahl an Sitzungen fest und vereinbaren den Termin für die erste Sitzung. In der ersten Sitzung geht es in der Regel darum, Ihr Anliegen zu konkretisieren und erreichbare Ziele für das Coaching festzulegen. In den folgenden Sitzungen schlage ich Ihnen zu Beginn jeweils vor, woran und auf welche Weise wir arbeiten können. Wenn Sie einverstanden sind, machen wir das. Für die Zeit zwischen den Sitzungen bekommen Sie von mir Fragestellungen oder kleine Aufgaben, die Sie für sich bearbeiten können. Alles, was wir erarbeiten, wird dokumentiert (z. T. auch als Foto, z. B. von der Pinwand) und Ihnen zum Ende des Coachings ausgehändigt. Wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben oder auf dem besten Weg sind und keine weitere Unterstützung mehr benötigen, schließen wir das Coaching in einer letzten Sitzung ab.

Wie lange dauert ein Coaching?

Diese Frage ist pauschal nicht zu beantworten. Wenn wir gemeinsam festgelegt haben, worum es Ihnen geht, schlage ich Ihnen eine ungefähre Dauer vor. Dieser Vorschlag basiert auf Erfahrungswerten. Grundsätzlich ist es so, dass das Coaching endet, wann Sie es wünschen. D. h. es gibt keine „Mindestlaufzeit“ und keine Verpflichtung für Sie, die vereinbarte Anzahl an Sitzungen in Anspruch zu nehmen. Umgekehrt ist eine Verlängerung des Coachings um weitere Sitzungen selbstverständlich auch jederzeit möglich.

Ist das für mich nicht ein finanzielles Risiko?

Gegenseitiges Vertrauen und Sympathie bilden die Basis für einen erfolgreichen Coachingprozess. Aus diesem Grund ist ein erstes Gespräch für Sie grundsätzlich kostenlos. Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, schließen wir eine Coachingvereinbarung ab. Darin wird zunächst festgelegt, wieviele Sitzungen in welchem zeitlichen Umfang angestrebt werden. Wichtig für Sie ist: Sie können den Coachingprozess jederzeit abbrechen, sind also vertraglich nicht auf längere Zeit gebunden. Bei der Buchung von Coachingpaketen mit einem Rabatt von 10 % bei der Buchung von mindestens 6 Sitzungen ist ein vorzeitiges Beendigen ebenfalls jederzeit möglich. Die bis zum Zeitpunkt der Beendigung stattgefundenen Sitzungen werden dann zum Standardsatz ohne Rabatt berechnet. Die Differenz erstatte ich spätestens innerhalb von 4 Wochen an Sie zurück.

Kann Coaching auch bei Ängsten helfen?

Das ist eine Frage, die sich pauschal nicht beantworten lässt. Es kommt darauf an, welchen Ursprung die Ängste haben und wie sie sich äußern. Aus der Praxis kann ich sagen, dass ein spezielles Coaching mit EMDR-Elementen bei z. B. Rede- und Auftrittsangst sehr gute Wirkung erzielen kann. Auch hatte ich bereits Klienten mit Prüfungsangst, die eine sehr positive Wirkung des Coachings zurückmeldeten. Ob ein Coaching für Ihr Anliegen infrage kommt, läßt sich am Besten in einem persönlichen Gespräch klären.

Ich kann mir doch ein Selbsthilfe-Buch kaufen, wozu dann Coaching?

Als Coach und Buchstaben-Junkie bin ich sehr davon überzeugt, dass es nicht schadet, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Dabei können Selbsthilfebücher, Ratgeber und Fachliteratur durchaus hilfreich sein. Manchmal ist es aber so, dass man sich nur zum Teil im Geschilderten wiederfindet, manchmal hilft die rationale Erkenntnis allein nicht weiter und manchmal fehlt es einfach an Motivation, das Erkannte umzusetzen. Lesen, sich informieren, über das Gelesene nachdenken ist wichtig und richtig. Aber noch wichtiger ist es, die rationale Erkenntnisebene mit den eigenen Gefühlen und Handlungsmustern in Einklang zu bringen. Und ins Handeln,ins Tun zu kommen. Veränderungen, auch und gerade die im Denken und Bewerten, sind meistens nicht zu machen ohne eine Schwelle zu überwinden. Dafür braucht es eine gute Portion Motivation und: ein gutes Coaching.

Ich bin auf Jobsuche, wie kann mir ein Coaching da helfen?

Auf Arbeitssuche zu sein bedeutet immer auch eine Konfrontation mit sich selbst. Plötzlich muss man sich anpreisen, muss seine Stärken und Schwächen nach außen kehren, befindet sich auf dem Prüfstand. Fremde Menschen dringen in das eigene Leben ein, es entstehen Abhängigkeiten und Hoffnungen. Und Warten ist angesagt. Manchmal Wochen, manchmal Monate. Das Ganze vor einem schier unüberschaubaren Markt. Man sieht sich um, ist anfangs vielleicht noch optimistisch, stellt aber schnell fest: die wollen mich nicht. Von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein ist eine vor allem psychisch belastende Zeit. Mit jeder Woche schwindet das Selbstbewusstsein mehr, mit jeder Absage auf eine Bewerbung wachsen die Zweifel am eigenen Tun und Können. Coaching bei zielpunkt berlin ist keine Bewerbungsberatung und kein Bewerbungstraining. Aber es nimmt Sie als Person, als Ganzes an und versucht, an anderen Stellschrauben zu drehen. Was, wenn Sie sich nicht nach dem Angebot auf dem Markt richten würden, was, wenn Sie Ihre eigenen Ansprüche mal formulieren könnten, was, wenn Sie sich Ihren eigenen Job erschaffen könnten? Die Analyse des eigenen Selbst, die Stärkung von Eigenwahrnehmung und Selbst-Wertgefühl stehen im Coaching im Vordergrund. Und für Sie als Klientin, als Klient springe ich auch gern mal über meinen Coaching-Schatten, um Sie konkret zu beraten, was Ihre Unterlagen, Ihre Suchstrategie und Ihr Auftreten betrifft.

Beratung, Training, Psychotherapie? Wie unterscheidet sich das von Coaching?

In einer Beratung stehen konkrete Ratschläge und Handlungsanweisungen im Vordergrund. Im Coaching liegt der Schwerpunkt eher auf den eigenen Lösungsansätzen der Klientin oder des Klienten. In einem Training geht es darum, Wissen und/oder Fertigkeiten zu vermitteln. Beim Coaching geht es um die Vermittlung von Techniken, um z. B. für sich selbst Klarheit in einer bestimmten Situation zu erlangen. Der Coach ist der Experte für den Weg, Sie als Klient sind der Experte für das Ziel. Coaching ist keine Psychotherapie und kann diese keinesfalls ersetzen. In einer Therapie geht es oft um Probleme und Symptome, die ihren Ursprung in alten Verletzungen in der Vergangenheit haben. Coaching orientiert sich an der Jetzt-Situation und ist eher auf Gegenwart und Zukunft gerichtet. Coaching wendet sich an psychisch und physisch normal belastbare Menschen. Als verantwortungsbewusster Coach kann und werde ich mich nur auf Coachingprozesse einlassen, bei denen ich mich für das jeweilige Anliegen kompetent fühle und der Klient, die Klientin davon profitieren kann.

Können Sie Beispiele aus der Praxis schildern?

Bernd H., 32 Jahre:

Anliegen: Herr H. lebt seit 8 Jahren mit seiner Freundin zusammen. In letzter Zeit eskalieren die Konflikte. Er leidet unter seinen eigenen Reaktionen, nimmt sich immer wieder vor, gelassen zu bleiben, aber es gelingt ihm nicht. Er hadert mit sich und seinem Verhalten und möchte es gern ändern. Außerdem möchte er die Entscheidung treffen, ob er mit seiner Freundin zusammenbleibt oder sich trennt. Vorgehen: Wir vereinbaren zunächst 4 Sitzungen á 90 Minuten. Wir analysieren die Situationen und Konfliktbereiche genauer. Wir schauen uns an, was in Herrn H. passiert, bevor er ausrastet und was genau diese heftige Reaktion bei ihm auslöst. Mithilfe von geeigneten Methoden kreisen wir ein, worum es bei den Konflikten zwischen ihm und seiner Freundin wirklich geht. Wir erarbeiten Strategien, welche anderen Kommunikationsformen und –möglichkeiten alternativ existieren. Herr H. wird zusehends gelassener und berichtet bei der nächsten Sitzung von ersten Erfolgen. Vom „Dampfdruck-Kochtopf“ zur „lässig siedenden Kasserolle bei kleiner Hitze“ – das war sein Vergleich. Gegen Ende gab es auf Wunsch von Herrn H. noch zwei weitere Sitzungen, wovon eine gemeinsam mit seiner Partnerin stattfand. Herr H. und seine Freundin haben sich entschlossen zusammenzubleiben und einen entspannten Umgang miteinander gefunden.

Heike S., 29 Jahre

Anliegen: Frau S. leidet seit gut einem Jahr unter einer spezifischen Angst, die ihren Job betrifft: Sie wird panisch bei der Vorstellung, eine Präsentation abhalten zu müssen. Tagelang davor leidet sie unter extremer Nervosität und Schlaflosigkeit. Eigentlich macht ihr der Job großen Spaß und sie ist auch gut darin. Aber diese Präsentationen! Ihr Ziel ist es, endlich die Angst und die Panik loszuwerden, von denen sie weiss, dass sie völlig unbegründet und irrational sind. Vorgehen: Wir vereinbaren 6 Coachingsitzungen á 90 Minuten. Ich frage Frau S. zuerst, wie lange sie unter dieser Angst leidet, wie sie sich äußert und welche Strategien sie bisher anwendet, um der Angst zu entgehen. Bei einer Angst-Problematik schließt sich daran immer ein „Informationsteil“ an, d. h. der Klient oder die Klientin erhält Hintergrundinformationen darüber, was Ängste sind, wie sie entstehen, was sie begünstigt und welche neurologischen und körperlichen Vorgänge daran beteiligt sind. Es finden 3 Sitzungen statt, in denen das EMDR-Verfahren angewendet wird. Begleitend dazu gebe ich der Klientin Techniken an die Hand, mithilfe derer sie entspannen kann. Nach 5 Sitzungen erklärt die Klientin, dass sie nun völlig gelassen Präsentationen halten kann. Wir machen noch eine Abschlusssitzung, in der wir uns gegenseitig Feedback geben.

Flo, 42 Jahre

Anliegen: Flo ist homosexuell und lebt seit 5 Jahren glücklich mit seinem Mann in Berlin. Seit zwei Jahren haben die beiden eine Lebenspartnerschaft = sie sind verheiratet. Flo kommt aus Süddeutschland, seine Eltern wissen zwar seit einiger Zeit, dass er homosexuell ist, aber er fühlt sich durch sie in seiner Lebensweise nicht anerkannt. Auch wissen die Eltern immer noch nicht, dass er geheiratet hat. Sein Ziel ist, seinen Eltern beim nächsten Besuch in Süddeutschland „reinen Wein einzuschenken“. Und er möchte, dass das Verhältnis zu den Eltern wieder gut wird und sie sein Leben, so wie es ist, akzeptieren. Vorgehen: Wir vereinbaren 4 Sitzungen zu einer Stunde. In der ersten Sitzung sprechen wir über das Verhältnis zu den Eltern, wie es war und wie es jetzt ist und seine Vorstellungen, wie es sein könnte bzw. sollte. In der zweiten Sitzung arbeiten wir an den Vorstellungen und Erwartungen der Eltern, insbesondere daran, was Flo darüber denkt, welche Vorstellungen und Erwartungen seine Eltern haben. Wir spielen die Besuchsituation zusammen durch. Ich ermutige Flo, sich dabei nicht von seinen Vorstellungen darüber, wie die Eltern reagieren MÜSSTEN, leiten zu lassen. Der Besuch findet statt, Flo ist entspannt, das wirkt sich auf die Eltern aus, die sind zwar leicht gekränkt, weil sie nicht zur Hochzeit eingeladen wurden, aber glücklich und dankbar dafür, dass sie ihren Sohn wieder haben und offen mit ihm sprechen können. Es stellt sich heraus, dass die Eltern das Gefühl hatten, zurückgestoßen zu werden und keinen Platz mehr im Leben ihres Sohnes zu haben. Flo wiederum interpretierte das Verhalten seiner Eltern als Ablehnung seiner Lebensweise. Flo kommt wieder, berichtet über den Ausgang und wir beenden das Coaching nach insgesamt drei Sitzungen.

Reicht es nicht aus, einfach mit Freunden zu reden?

Ob es ausreicht, mit guten Freunden über Ihr Anliegen zu sprechen, können nur Sie selbst entscheiden. In der Regel ist es so, dass gute Freunde Sie über einige Zeit kennen und ein bestimmtes Bild von Ihnen und damit bestimmte Erwartungen und Vorannahmen im Kopf haben. Bei einem professionellen Coaching profitieren Sie von einem neutralen Gegenüber, das unvoreingenommen ist. Ein Coaching beinhaltet die konkrete Arbeit mit speziellen Methoden und Fragetechniken, die darauf ausgelegt sind, das, was Sie an Lösungsansätzen in sich tragen, zutage zu fördern.